Behandlungsablauf

Nach dem ersten telefonischen Kontakt lade ich die direkt Beteiligten, in der Regel die Eltern und das Kind bzw. den Jugendlichen zu Psychotherapeutischen Sprechstunden (min. 2, max. 5) in die Praxis ein. Diese Termine dienen der Erfassung der Problembereiche, ihrer Entwicklung und der bisherigen Bewältigungsstrategien sowie der Stärken und Ressourcen des Patienten und seiner Familie. Es werden die Therapievoraussetzungen (z.B. Indikation, Diagnose, Motivation) überprüft und geklärt ob eine psychotherapeutische Behandlung erfoderlich ist oder eine andere Hilfestellung (Erziehungsberatung, Frühförderung etc.) sinnvoll erscheint. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit mich und die Praxisräume kennenzulernen und eventuelle Fragen anzusprechen. Ist eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt, werden in Probatorischen Sitzungen (min. 2, max. 6) ggfweitere psychologische Testungen durchgeführt. Im Anschluss an die Diagnostik findet ein gemeinsames Auswertungsgespräch statt, in dem das weitere Vorgehen, Therapieziele und Behandlungsplan besprochen werden. Entscheidet sich der Patient für eine Therapie muss ein ärztlicher Konsiliarbericht eingeholt werden. Hiermit wird eine „somatische Abklärung" vorgenommen und sichergestellt, dass aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Psychotherapie spricht bzw. ob ein Facharzt hinzugezogen werden sollte oder eine medizinische Begleitung erforderlich ist (z.B. bei psychopharmakologischer Mitbehandlung).

Im Falle der Kassenfinanzierung werden die erforderlichen Antragsformulare von der Therapeutin und dem gesetzlichen Vertreter des Patienten gemeinsam ausgefüllt. Die Therapeutin reicht diese dann bei der Krankenkasse ein. Liegt die Bewilligung schriftlich vor, kann die eigentliche Psychotherapie beginnen.

Die Psychotherapie findet üblicherweise im Einzelgespräch mit dem Kind bzw. Jugendlichen im wöchentlichen Rhythmus statt; eine Sitzung dauert jeweils 50 Minuten. Parallel werden die Eltern und Bezugspersonen (ErzieherInnen, LehrerInnen, Verwandte usw.) ca. jede vierte Sitzung in die Psychotherapie der Kinder bzw. Jugendlichen einbezogen (Eltern- bzw. Familiengespräche, Schulgespräche). In den Bezugsterminen werden Veränderungen und Lösungen mit den Bezugspersonen gemeinsam erarbeitet und Eltern auch im Umgang mit eigenen Belastungen, Konflikten und Schwierigkeiten in der Beziehung mit dem Kind oder Jugendlichen unterstützt.
Therapiebegleitend werden Entwicklungs- und Änderungsprozesse des Kindes bzw. Jugendlichen beobachtet und die weitere Behandlung individuell entsprechend modifiziert.
Der Gesamtumfang der Behandlung richtet sich in erster Linie nach dem jeweiligen Störungsbild. Hierbei wird zwischen Kurzzeittherapie 1 (12 Einzelsitzungen + 3 Stunden für die Bezugspersonen), Kurzzeittherapie 2 (12 Einzelsitzungen + 3 Stunden für die Bezugspersonen) und Langzeittherapie (45/60 Einzelsitzungen + 11/15 Stunden für die Bezugspersonen) unterschieden. Bei Bedarf kann eine Kurzzeittherapie in eine Langzeittherapie umgewandelt werden.

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